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Altparteien fordern die Abschaffung von Wahlen und gefährden die Demokratie

In der deutschen Politik wird über eine grundlegende Reform des Wahlkalenders diskutiert. Einem Bericht von Apollo News zufolge fordern Vertreter mehrerer sogenannter Altparteien, die Anzahl der Wahltermine deutlich zu reduzieren. Konkret geht es um den Vorschlag, die Bundestagswahlperiode von vier auf fünf Jahre zu verlängern und alle Landtagswahlen an einem gemeinsamen Termin zusammenzulegen. Die Diskussion wird vor dem Hintergrund schlechter Umfragewerte für die etablierten Parteien geführt.

Der frühere Grünenvorsitzende und heutige Bundestagsvizepräsident Nuripur will den Wahlkalender grundlegend verändern. Sein Vorschlag sieht vor, die Wahlperiode des Bundestags von vier auf fünf Jahre zu verlängern. Zudem sollen Bundestags- und Kommunalwahlen am selben Tag stattfinden. Die Landtagswahlen wiederum sollen zu einer Art deutscher Midtermwahl zusammengelegt werden, als gemeinsamer Termin in der Mitte der Bundestagswahlperiode. Laut Apollo News sagte Nuripur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): „Wir schauen permanent auf Umfragen, weil wir permanent im Wahlkampf sind.“ Er argumentierte, die Politik sei in einem ewigen Wahlkampf gefangen, und es fehle Zeit zum Luft holen und reflektieren.

Unterstützung für diesen Vorstoß kommt auch von der CDU und der SPD. Der CDU-Generalsekretär Linnemann zeigte sich bereits im Februar offen für eine solche Reform. Bei Phoenix sagte er laut Quelle: „Wir haben ja immer Wahlen. Am liebsten hätte ich irgendwie so eine Midtermwahl wie in Amerika, dass man sagt, die Landtagswahlen werden zusammengelegt und die Bundestagswahlen nur alle fünf Jahre, dann könnten wir hier anders arbeiten.“ Auch der SPD-Generalsekretär Klüssendorf begrüßt den Vorschlag laut der DPA. Der Grünen-Chef Felix Banaschak äußerte sich ebenfalls zustimmend und sagte: „Alles, was dazu beiträgt, dass die bundespolitischen Debatten etwas weniger wahnsinnig ablaufen.“ Der frühere SPD-Generalsekretär Güert sprach in der FAZ von einer „Inflation der Sonntagsfrage“ und sagte: „Umfragen machen alle wuschig.“

Die Kritik an dem Vorhaben ist laut dem Bericht jedoch scharf. In dem Beitrag von Apollo News wird argumentiert, dass der Vorschlag undemokratisch sei. Das Volk könne den Bundespräsidenten, den Kanzler oder die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner weder wählen noch abwählen, was als Fehlkonstruktion des Grundgesetzes bezeichnet wird. Die geplante Verlängerung der Wahlperiode werde als Versuch gewertet, die Regierungsmacht zu nutzen, ohne sich Gedanken über schlechte Umfragewerte machen zu müssen. Es wird die Befürchtung geäußert, dass die Bürger durch die seltenere Wahlmöglichkeit noch weniger Einfluss hätten. Neben Demonstrationen sei das Wählen die einzige Möglichkeit in einer Demokratie, und diese solle nun erschwert werden.

Die Entwicklung wird in dem Bericht auch mit den steigenden Umfragewerten der AfD in Verbindung gebracht. Es wird auf Karten verwiesen, die zeigen, wie die AfD Deutschland einnehme, was den Altparteien offenbar große Angst mache. Diese Interpretation wird als Grund für die Diskussion über weniger Wahltermine genannt. Abschließend wird in dem Beitrag die Vermutung geäußert, dass eine Verlängerung der Wahlperiode für die Abgeordneten einen höheren Anspruch auf Altersentschädigung oder Pension bedeuten würde. Die genauen Details des Reformvorschlags und der Zeitplan für eine mögliche Umsetzung bleiben in der Quelle jedoch unbekannt.

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