Uncategorized

Gewerkschafter zerlegt Merz‘ Wahnsinn live „Ich kann diese Scheiße nicht mehr hören“ t1

Gewerkschafter zerlegt Merz‘ Wahnsinn live „Ich kann diese Scheiße nicht mehr hören“

In einer Fernsehdebatte ist es am Donnerstagabend zu einem emotionalen Wortwechsel zwischen Gewerkschaftsvertretern und dem CSU-Generalsekretär Huber gekommen. Auslöser war die Forderung von CDU-Chef Merz nach längeren Arbeitszeiten in Deutschland. Ein Gewerkschafter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kritisierte die Diskussion scharf und warf der Politik vor, die Realität der Beschäftigten zu ignorieren.

Der DGB-Vertreter, Stefan Dol, erklärte, die Debatte ärgere ihn im Sinne der Beschäftigten. Er widersprach der Darstellung, die Menschen in Deutschland seien zu faul. „Die Arbeitsstunden sind so hoch wie noch nie“, sagte Dol. Er forderte die Politik auf, stattdessen ein bayerisches Vergabegesetz zu schaffen, das öffentliche Aufträge nur an Firmen vergebe, die Tarifverträge einhalten. Die Kosten für die Folgen von Überlastung trüge am Ende wieder die Allgemeinheit, so der Gewerkschafter.

Zuvor hatte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), Herr Fitzenberger, die Arbeitsmarktdaten eingeordnet. Er bestätigte, dass die Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland niedriger sei als in vielen anderen Ländern. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sehr viele Menschen in Teilzeit arbeiteten, darunter vor allem Frauen. Ein historisches Experiment in Frankreich, bei dem eine sozialistische Regierung Teilzeitbeschäftigte zu mehr Arbeit zwingen wollte, sei gescheitert. Ein Teil dieser Frauen habe daraufhin gar nicht mehr gearbeitet.

Der CSU-Generalsekretär Huber entgegnete, die Situation für den Standort Deutschland sei herausfordernd. Man müsse sich den internationalen Vergleich nicht ersparen. Die durchschnittliche Jahresarbeit pro Beschäftigten liege in der OECD bei 1700 Stunden, in Deutschland bei 1300 Stunden. Die Lebensarbeitszeit in der EU betrage durchschnittlich 57.000 Stunden, in Deutschland 52.000 Stunden.

Daraufhin meldete sich ein Arbeiter aus dem Handwerk zu Wort. Der Malermeister aus Oberfranken, Herr Griesammer, berichtete, seine Mitarbeiter arbeiteten im Schnitt 40 Stunden die Woche. Niemand habe das Bedürfnis, mehr zu machen, da die Arbeit körperlich anstrengend sei. Die Diskussion sei zu pauschal und müsse in die Tiefe gehen.

Ein weiterer Diskussionsteilnehmer, der Betriebsrat Harald Baum vom Flughafen Nürnberg, kritisierte die Forderung nach einer längeren Lebensarbeitszeit. Er verwies auf die Situation junger Menschen, die später bis 70 arbeiten sollten. Er selbst sei 62 Jahre alt, habe einen schweren Unfall gehabt und müsse nun wieder arbeiten, weil er ausgesteuert werde. Eine Umschulung lehne die Rentenversicherung in seinem Alter ab.

Der Elektroinnungsmeister Josef Braun ergänzte, dass sich zwei Stunden Mehrarbeit für viele Beschäftigte aufgrund der Steuer- und Abgabenlast kaum lohnten. Der durchschnittliche Stundensatz liege zwischen 30 und 40 Euro, der Nettolohn nach Abzügen sei jedoch deutlich niedriger.

Der DGB-Vertreter Dol warf der Union vor, die wahren Probleme zu verschleiern. Nicht mangelnder Fleiß, sondern die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, etwa durch Zölle und Subventionen, seien die Ursache der Krise. Die Debatte erinnere an eine Autobahn, auf der dauernd Unfälle passieren, und die Politik reagiere mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung.

Der Moderator der Sendung forderte die Beteiligten schließlich auf, die verschiedenen Stimmen der Arbeiterklasse zu hören, die Deutschland am Laufen halte. Die Diskussion endete ohne eine Einigung über die Zukunft der Arbeitszeitregelung.

Western Provinces Have Just SECEDED — Canada Confronts a Scenario of 51st to 56th States

LEAVE A RESPONSE

Your email address will not be published. Required fields are marked *