Es schien unmöglich“ | Deutsche Kriegsgefangene schockiert über die Freiheit der Frauen in Amerika. NE.
Es schien unmöglich“ | Deutsche Kriegsgefangene schockiert über die Freiheit der Frauen in Amerika
Im Frühjahr 1945, als das Dritte Reich unter dem Vormarsch der Alliierten zusammenbrach, ergaben sich 127 deutsche Frauen – Krankenschwestern, Schreibkräfte und Hilfskräfte – im Pazifikkrieg. Gefangen genommen und in die USA verschifft, erwarteten sie bei ihrer Ankunft im New Yorker Hafen Grausamkeit, Demütigung und die ihnen bekannte starre patriarchale Ordnung. Stattdessen betraten sie eine von Frauen beherrschte Welt – eine Offenbarung, die ihre Gewissheiten erschütterte.
Das Schiff ächzte gegen den Pier, Wellen schlugen gegen den Rumpf. Ko Tanaka, eine 23-jährige Übersetzerin, klammerte sich ans Geländer, ihre Augen waren von wochenlangem Hunger eingefallen. Neben ihr zitterte die 17-jährige Hana Watanabe. Sie hatten sich auf Beschimpfungen gefasst gemacht, doch auf dem Pier wimmelte es von Frauen in Overalls mit Klemmbrettern, die Befehle erteilten, denen die Soldaten gehorchten. Eine Frau mit Klemmbrett rief mit fester Stimme Namen, ihre Selbstsicherheit war schockierend. „Sind das Sekretärinnen?“, flüsterte Ko. „Nein“, antwortete Hana, „sie haben das Kommando.“
Die Frauen wurden effizient abgefertigt – medizinische Untersuchungen, Entlausung, saubere Kleidung. Eine Krankenschwester reichte ihnen lächelnd Vitamine: „Essen Sie. Sie sind jetzt in Sicherheit.“ Sicherheit war ihnen fremd; sie hatten Erniedrigung erwartet. Lastwagen brachten sie ins Landesinnere, vorbei an Plakaten von Rosie the Riveter, die ihren Arm anspannte: „Wir schaffen das.“ Leisel presste ihre Hand gegen die Scheibe. „Sie zeigen ihre Arme“, murmelte sie. „In Deutschland wäre das beschämend.“
In einem Bearbeitungszentrum begrüßte sie eine Frau in Khaki-Uniform: „Willkommen. Sie werden registriert.“ Korporal Mary Henley sprach mit ruhiger Autorität, ihr Tonfall war bestimmt, aber respektvoll. Drinnen tippten Frauen an Schreibtischen, stempelten Formulare ab und verwalteten Akten. Das Klappern von Schlüsseln erfüllte den Raum. „So viele Frauen“, flüsterte Ruth. „Sie vertrauen ihnen alles an.“
Es folgten Arbeitseinsätze: Bauernhöfe, Fabriken, Küchen. Helen Turner, eine Bäuerin, kommandierte Traktoren und Männer gleichermaßen. „Dem Land ist es egal, wer es pflügt“, sagte sie. Auf den Feldern fuhren Frauen Lastwagen, luden Kisten, und ihr Lachen trug die Luft an. „Sie arbeiten wie Männer und lächeln dabei“, bemerkte Ko. In den Fabriken herrschte reges Treiben, Frauen schweißten, bohrten und bauten Flugzeuge. Bis 1944 gingen 18 Millionen Amerikanerinnen einer Erwerbstätigkeit nach und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Kriegsanstrengung.
Selbst im Lager patrouillierten weibliche Wachen, Krankenschwestern versorgten die Patienten, Schreibkräfte organisierten alles. Besuche des Roten Kreuzes sicherten die Würde – Mahlzeiten, Briefe, Feldflaschen. Im Radio lief Jazz, der zu Hause verboten war. Eine Krankenschwester verband Kos Hand: „Krieg hebt die Menschlichkeit nicht auf.“ Der Widerspruch war schmerzlich: Die Bewacher behandelten sie fair und stellten damit die nationalsozialistischen Lehren von Gehorsam und Hierarchie in Frage.
Draußen in den Städten offenbarte sich mehr. Frauen besaßen Bäckereien, leiteten Läden und fuhren allein Auto. Zuhause teilten sie sich die Hausarbeit und sprachen gleichberechtigt über ihre Träume. Frau Parker, eine Lehrerin, sagte: „Wir haben beide Träume.“ Nora demonstrierte eine Waschmaschine: „Spart stundenlanges Lesen.“ In den Gottesdiensten sangen Frauen in Chören und hielten Predigten. Grace bot Kaffee an: „Freundlichkeit ist stärker als Angst.“
Diese Begegnungen säten Zweifel. „Wenn Frauen das können“, fragte Ruth, „was ist dann noch alles möglich?“ Tagebücher füllten sich mit Reflexionen: „Amerikas Frauen sind frei.“ Die Rückführung rückte 1946 näher, doch die Frauen waren verändert. Zurück im zerstörten Deutschland bauten sie mit neuem Blick wieder auf – als Lehrerinnen, Krankenschwestern und Kämpferinnen für Rechte. Eine schrieb: „Freiheit ist eine Herzensangelegenheit.“
Amerikas größte Waffe waren nicht Bomben, sondern sein Modell der Gleichheit, das zeigte, dass Würde allen zusteht.
Hinweis: Einige Inhalte wurden mithilfe von Tools für künstliche Intelligenz (ChatGPT) erstellt und vom Autor aus kreativen Gründen und zur historischen Veranschaulichung bearbeitet.




